Hellmichviolins – Geigenbauer München

Worauf es bei einem guten Anfängerinstrument ankommt

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Zuerst einmal rate ich davon ab, ohne fachmännischen Rat ein offenkundig kaputtes Instrument zu kaufen, ohne Reparaturkosten und Klang abschätzen zu können. Hinter vermeintlichen „Schnäppchen“ verstecken sich oft riesige Kostenfallen und selbst Privatverkäufer, werden Ihnen oft nicht den fachmännischen Rat geben können, wie Sie Ihn bei Geigenbauer:innen erwarten können und auch bei dieser wichtigen Investition erwarten sollten. Für Sammler mag ein solcher Kauf interessant sein, doch dieser Beitrag richtet sich an Menschen, die ein bereits intaktes und spielfertiges Instrument erwerben möchten.

Ein gutes Anfängerinstrument muss vor allem eines: funktionieren

Qualitätsmerkmale sind Spielbarkeit, solides Material und eine gute Verarbeitung. Da Klang recht subjektiv ist, kann dieser nur individuell bewertet werden.

Die Wirbel:

Da gerade Anfängern das Stimmen oft schwer fällt, sollte ein besonderes Augenmerk auf die Wirbel geworfen werden. Diese sollten aus einem harten Material wie Ebenholz sein, die fachgerecht in die vorgesehenen Wirbellöcher eingepasst wurden und sich gut drehen lassen. Ein Feinstimmhalter ist für Anfänger ebenfalls angemessen.

Das Griffbrett:

Sollte aus Ebenholz oder Ebenholzalternativen sein und eine leichte Höhlung aufweisen, damit die schwingende Saite nicht auf dem Griffbrett aufschlägt und dadurch ein Scheppern zur Folge hat. Bei zu starker Höhlung wird das Spielen für die Greifhand sehr anstrengend. Buckel auf der Griffbrettoberfläche erschweren ebenfalls ein sauberes Spielen.

Der Hals:

Sollte nicht zu dick sein und keine Unebenheiten aufweisen. Vergleicht man verschiedene Hälse, entwickelt man ein Gefühl, welche Größe passend für die eigene Handform ist.

Die Griffbrettneigung:

Sollte nicht zu flach sein, da sonst der Bogen beim Spielen an den Mittelbügel anstoßen kann.

Der Steg:

Muss genau eingestellt sein. Von ihm ist der Abstand der Saiten zum Griffbrett abhängig, sowie die Spielbarkeit von Saitenübergängen. Bei einer runderen Griffbrettoberkante lassen sich die einzelnen Saiten leichter spielen, eine flachere Rundung begünstigt das Spielen von Doppelgriffen und schnellen Übergängen. Für einen Anfänger ist eine stärkere Rundung von Vorteil.

Die Steghöhe sollte so eingestellt sein, dass die Saiten sich leicht drücken lassen, aber nicht auf dem Griffbrett aufschlagen. Selbiges gilt für den Obersattel, die Saiten sollten nicht zu hoch und nicht zu flach über dem Griffbrett liegen.

Wenn neben diesen funktionalen Faktoren noch Wert auf Klang und Ansprache gelegt wird, sollte das Instrument auf Ihre Vorstellungen hin von einem Geigenbauer angepasst werden. Dies lässt sich bis zu einem gewissen Maß beeinflussen durch die Wahl der Saiten, Steg und Position der Stimme.

Bei sämtlichen Geigen von guten Geigenbauern sind alle Instrumente bereits auf die oben stehenden Kriterien geprüft.

Bei Geigen aus dem Internet ist dies meistens nicht der Fall und das Spielbarmachen ist wesentlich teurer, als der Wert des Instruments selbst. Was genau noch den Unterschied aus macht, erfährst du in einem weiteren Blogbeitrag.

Mein besonderes Angebot:

Ich richte bei Abschluss des Kaufvertrags Griffbrett, Steg und Stimme nach Ihren Vorstellungen her. Wir stellen gemeinsam den Klang ein und ein Kauf in Raten ist nach persönlicher Prüfung und Absprache möglich.

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