Hellmichviolins – Geigenbauer München

Der Unterschied

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Dieses Thema liegt mir schon lange auf dem Herzen, denn gelegentlich erreichen mich Nachrichten von Kund:innen, die im Internet ein vermeintliches super Schnäppchen geschlagen haben. „Geige für 39,99€, traditionelle Handarbeit, durch erfahrene Instrumentenbauer gefertigt, nur noch stimmen und los“ heißt es da.

Leider erweist sich dieses Versprechen IMMER als nicht zutreffend . Zwar lässt sich vermutlich ein Ton herausbringen, doch bei diesem Preis sind Qualität und echte Handarbeit, sowie ein guter Klang definitiv Fehlanzeige.

Wenn ich dann Maß nehme und den Kunden vorrechne, dass ein neuer Steg (die Stege dieser Billiggeigen sind dem Preis entsprechend angepasst, NICHT!), Griffbrett abrichten, Wirbel abdrehen, eine passende Stimme sowie andere Saiten nötig wären, ist die Enttäuschung groß. Für den Preis, der in das Instrument investiert werden müsste, kann bereits ein Instrument erworben werden, dass WIRKLICH von einem richtigen Geigenbauer klanglich und spieltechnisch eingerichtet wurde.

Auch wenn man irgendwie auf diesen Instrumenten spielen kann, so wird es immer „irgendwie“ bleiben. Die Freude aufs Musizieren verfliegt beim Anblick und Geruch des Spritzlacks, sowie dem Klang, der mehr einer Blechdose gleicht, schnell. Ja ich bin wirklich schon fast sauer, dass so etwas immer noch hergestellt wird, da offensichtlich eine Nachfrage besteht. Zudem ist es nicht einmal rechtswidrig den Begriff Geigenbauer bei der Herstellung zu verwenden. Dieser Beruf ist nämlich nicht geschützt. Jeder könnte sich den Titel Geigenbauer geben und diesen Beruf ohne eine Prüfung oder Ausbildung ausüben.

Meine Empfehlungen zu diesem Thema ist das humorvolle Video von Twoset Violin, die preiswertes Zubehör und eine Geige für 30$ testen.

Meine zweite Empfehlung: Lieber einmal den Weg zum Geigenbauer auf sich nehmen. Beratung kostet nichts und ein gut eingerichtetes Instrument von hervorragender Qualität trägt deutlich zur langfristigen Spielfreude bei. Mehr hier…

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Eine weitere Videoempfehlung ist von Olaf the Violinmaker. Er testet eine 100$ Violine. Es ist wohl kein Geheimnis, was dabei rauskommt, aber seht selbst:

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